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4. Jahrhundert

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4. Jahrhundert Artikel

---Sidenote START---

Das 4. Jahrhundert begann am 1. Januar 301 und endete am 31. Dezember 400.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Also sprach Zarathustra I - IV. Herausgegeben von G. Colli und M. Montinari. Ein mutiges Buch Es gibt keine ewigen Werte, ca. relative. Wozu sich noch an diese realitven Werte halten, wenn man sie und ihre Bedingungen doch durchschaut (oder dies immerhin meint) hat? Um diese Weisheit ganz zu ihrem Recht kommen zu lassen, geht Zarathustra (es mag deshalb Streitigkeiten geben; ich denke, man kann Zarathustra und Nietzsche durchaus...

Zeitalter/Epoche

Buch-Tipp: Anmerkung zu Hitler. 4 CDs. Informativ, interessant, übersichtlich, spannend - so sollte ein Geschichtsbuch sein In nicht mal 200 Seiten beschreibt Haffner den Aufstieg und Niedergang Hitlers. Dabei lässt der Autor es nicht aus, einen Blick auf Hitlers Persönlichkeit zu werfen. Neben geschichtlichen und politischen Daten und Ereignissen bekommt der Leser so den Eindruck,...

Ereignisse/Entwicklungen

  • eine eigenständige keltische Kirche entsteht und besteht bisins 6. Jahrhundert fort
  • In dem ersten Konzil von Nicäa (325) wird der arianisch-athanasische Glaubensstreit zugunsten der athanasischen Trinitätslehre beigelegt und ein verbindliches Datum für das Osterfest festgelegt.
  • Byzanz wird 326 von Konstantin unter dem Namen Konstantinopel zur Hauptstadt des römischen Reiches und zur Residenz erhoben. Die Verlegung der Hauptstadt bewirkt eine Hellenisierung des römischen Kaisertums, das sich entwickelnde byzantinische Hofzeremoniell umgibt den Kaiser mit einem göttlichen Nimbus.
  • Bischof Wulfila schreibt um 360 in dem östlichen Mitteleuropa für die Goten die Wulfilabibel. Diese Bibelübersetzung ist die älteste schriftliche Überlieferung einer germanischen Sprache, für die Wulfila statt der Runen eine neue Schrift entwickelt. Sie basiert auf griechischen und römischen Buchstaben - mit Runen für jene gotischen Laute, die in keiner der beiden Sprachen vorkamen (z.B. englisches th). Von der Wulfilabibel sind aus Italien stammende Handschriften des 6. Jahrhunderts erhalten (Neues Testament und Teile des Alten Testaments). Die bekannteste dieser Abschriften ist der Codex Argenteus, der heute in der Universitätsbibliothek Uppsala aufbewahrt wird.
  • In der Schlacht von Adrianopel (378) vernichten die Goten das römische Heer. Kaiser Valens fällt in dem Kampf, doch kann sein Nachfolger Theodosius das politische Gleichgewicht wieder herstellen. Die Goten besiedeln als autonome Föderaten das heutige Bulgarien.
Buch-Tipp: Das Echolot-Projekt: Das Echolot. Ein kollektives Tagebuch. 1.1. - 28.2.1943: 4 Bde. Das Kriegspuzzle Was Kempowski hier mit enormen Fleiß geschaffen hat ist ein großartiges Gemälde jener Zeit des zweiten Weltkrieges. Von den Hitlerreden über die Tagebücher von Ernst Jünger hin zu den vergessenen Briefen all der namenlosen spannt sich der Bogen und all die verschiedenen Blickwinkel schaffen eine unglaubliche Dichte und Objektivität....

Persönlichkeiten

  • Konstantin (ca. 280-337), römischer [Kaiser] (ab 306) aus Mazedonien. Machte Byzanz ("Konstantinopel") zur Hauptstadt des römischen Imperiums und legte damit den Grundstein für die Entstehung eines eigenständigen "Ostreichs". Trug entscheident dazu bei, dass das Christentum Staatsreligion wurde. Erließ Gesetze zu dem Schutze von Sklaven und führte erfolgreiche Kriege in dem Zeichen des Kreuzes
  • Axid (ca. 291-347), nordafrikanischer Freiheitskämpfer. Schuf die quasi-kommunistische revolutionäre Bewegung der "Zirumzellionen " und kämpfte unter Einbeziehung christlicher Ideale für die ausgebeuteten Sklaven, Bauern und Arbeiter seines Landes. Unterlag gegen das römische Reich
  • Ermanarich (ca. 305-370), König der Ostgoten ab 350. Einiger der südrussischen Gotenvölker und Reichsgründer. Besiegte Slawen, Finnen und Germanen und auch römische Heere, unterlag jedoch gegen die Hunnen
  • Schapur II. (309-379), König von Persien. Bekämpfer des Christentums und Förderer der persischen Zarathustra-Religion. Kämpfte erfolgreich gegen Rom und gegen die Hunnen und konnte so sein Reich vergrößern bzw. erhalten
  • Wulfila (lat. Ulfilas; ungefähr 310-382), erster Bischof der Westgoten (Wisigoten, Terwingen). Er bekehrte sie zu dem arianischen Christentum. Er erfand eine neue Schrift für die Gotische Sprache, die bisher in germanischen Runen geschrieben worden war. Sie war eine Abwandlung der griechischen Schrift mit einigen lateinischen Buchstaben
  • Julian II. (ca. 332-363), römischer Kaiser ab 360. Entließ tausende überflüssiger Beamter, senkte die Steuern und ordnete das Unterrichtswesen. Stand als Bewunderer der Philosophie dem Christentum ablehnend gegenüber
  • Ambrosius (* ungefähr 339 in Trier, † 4. April 397 in Mailand), Kirchenlehrer und Bischof von Mailand
  • Theodosius, der 'Gotenfreund' (ca. 347-395), römischer Kaiser spanischer Herkunft (379-395) und letzter Herrscher eines vereinten Römischen Reiches. Nach schwerer Krankheit strenggläubiger Christ, setzte er endgültig das Dreifaltigkeitsdogma von der Göttlichkeit Jesu durch
  • Balamir (ca. 350-404), König der Hunnen. Besiegte mit seinen Reiterheeren Ermanrichs neugegründetes Ostgotenreich und zwang es zu Heeresfolge und Tribut. Gründer des ersten Hunnenreichs auf europäischem Boden
  • Gratian (ca. 359-383), römischer Kaiser (375-383). Unter dem Einfluss des Ambrosius verzichtet er auf das bisher vom Kaiser bekleidete Amt des "Oberpriesters" und machte das Christentum zur beherrschenden Macht in dem zerfallenden Reich
  • Stilicho (365-380), römischer Feldherr und Staatsmann. Nach dem Tod von Theodosius Regent Westroms. Besiegte Alarich den König der Westgoten und auch in das Reich einfallende Germanen und Ostgoten. Besiegelte mit seinen Gebietsforderung an Ostrom die endgültige Teilung des römischen Reichs
  • Alarich I. (ca. 374-410), König der Westgoten. Führer des Aufstands von 391, besiegt Theodosius. Nach wechselndem Kriegsglück der Westgoten Eroberung Roms und Tod 410
Buch-Tipp: Deutsche Gesellschaftsgeschichte - Gesamtwerk: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, 4 Bde., Bd.1, Vom Feudalismus des Alten Reiches bis zur Defensiven Modernisierung der Reformära 1700-1815: Bd. 1 Beste Bielefelder Schule mit allen Tücken Mit seiner "Deutschen Gesellschaftsgeschichte" wird sich der bekannte Bielefelder Historiker Hans-Ulrich Wehler zweifelsohne ein Denkmal setzen. In dem ersten Teil seines auf vier Bände angelegten Werkes beschäftigt er sich mit der Zeit von 1700 bis 1815. Sicherlich erscheint immerhin die erste...

Erfindungen und Entdeckungen

Buch-Tipp: Deutsche Gesellschaftsgeschichte - Gesamtwerk: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, 4 Bde., Bd.2, Von der Reformära bis zur industriellen und politischen 'Deutschen Doppelrevolution' 1815-1845/49: Bd. 2 Bielefeld und das Ende der Feudalwelt Das Ende der "Feudalwelt" steht in dem Mittelpunkt des zweiten Bandes von Hans-Ulrich Wehlers "Deutscher Gesellschaftsgeschichte", der die Jahre vom Wiener Kongress bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts mit der gescheiterten bürgerlichen Revolution behandelt. Wehler greift hier die These von...

Weblinks


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